Die Hauptarbeitsrichtung zuerst festlegen

Ein Eckschreibtisch hat mehrere mögliche Arbeitsrichtungen. Entscheiden Sie zunächst, wo Tastatur und Hauptbildschirm stehen sollen. Wenn die meiste Arbeit am Computer stattfindet, sollte diese Position nicht vom vorhandenen Wandwinkel erzwungen werden. Setzen Sie sich probeweise vor eine markierte Tischkante und drehen Sie sich zu den vorgesehenen Nebenflächen. Die Drehung des Stuhls ist eine andere Bewegung als das ständige Verdrehen des Oberkörpers.

Die tiefe Ecke eignet sich nicht automatisch für häufig benötigte Dinge. Prüfen Sie mit ausgestrecktem Arm, was erreichbar bleibt, wenn Sie normal sitzen. Ein Stiftbecher kann näher stehen als ein selten benutztes Nachschlagewerk. Ein hoher Bildschirm in der äußersten Ecke kann zwar die Fläche aufteilen, aber auch einen ungünstig großen Betrachtungsabstand erzeugen. Die erreichbare Nutzfläche ist deshalb wichtiger als die gesamte Quadratmeterzahl der Platte.

Links und rechts nicht vorschnell festlegen

Legen Sie den seitlichen Teil für eine Probe einmal links und einmal rechts an, soweit der Raum dies erlaubt. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die bevorzugte Hand, sondern auch den Weg zur Tür und den Blick zu einer anderen Person im Zimmer. Eine Papierfläche auf der vermeintlich richtigen Seite kann ungünstig sein, wenn Sie bei jedem Aufstehen um sie herumgehen müssen.

Bei einem geteilten Raum sollte außerdem klar sein, ob die seitliche Fläche ausschließlich zu Ihrem Arbeitsplatz gehört. Wenn andere dort regelmäßig Material ablegen oder den Drucker bedienen, wird sie Teil eines gemeinsamen Wegs. Eine niedrige Ablage außerhalb des Tischwinkels kann diesen Zugriff trennen. Planen Sie die Ecke daher nach den tatsächlich stattfindenden Bewegungen und nicht nach der Erwartung, dass jede zusätzliche Platte automatisch mehr ungestörten Arbeitsplatz schafft.

Den zweiten Schenkel mit einer Aufgabe belegen

Geben Sie der seitlichen Fläche eine konkrete Funktion. Sie kann für Papierkorrekturen, handschriftliche Notizen oder ein kleines Gerät dienen. Wenn dort lediglich unsortierte Unterlagen landen, wird aus zusätzlicher Arbeitsfläche schnell ein dauerhafter Zwischenlagerplatz. Legen Sie während der Planung ein vollständig geöffnetes Dokument aus und prüfen Sie, ob noch Platz zum Schreiben bleibt.

Bei einem Drucker auf dem Seitenteil müssen Papierausgabe, Nachfüllen und Wartung zugänglich sein. Beachten Sie, dass das Gerät während der Benutzung mehr Platz beanspruchen kann als im geschlossenen Zustand. Eine seitliche Ablage ist auch ungeeignet, wenn Sie für jedes Blatt den gesamten Stuhl aus dem Arbeitsbereich rollen müssen. Probieren Sie den häufigsten Ablauf mit einem Gegenstand in ähnlicher Größe aus.

Innenwinkel, Beine und Montage

Prüfen Sie im Grundriss, wie der Innenwinkel gestaltet ist. Eine tiefe Aussparung, ein rechtwinkliger Übergang und eine abgerundete Ecke bieten unterschiedliche Positionen für Stuhl und Arme. Unter der Platte können ein zusätzlicher Stützfuß oder eine Traverse genau dort stehen, wo Sie die Beine bewegen möchten. Verlassen Sie sich dafür nicht allein auf das Foto von oben.

Bei einem modularen Modell ist außerdem entscheidend, ob sich der Ansatz links oder rechts montieren lässt. Zeichnen Sie die gewünschte Variante inklusive Türöffnung und Steckdosen ein. Berücksichtigen Sie die Reihenfolge der Montage: Ein fertig aufgebauter Tisch lässt sich möglicherweise nicht mehr durch die Tür drehen. Bewahren Sie benötigte Verbindungsteile auf, falls der Seitenteil später anders angeordnet werden soll.