Eine feste Bezugsecke wählen

Beginnen Sie an einer eindeutig wiederzufindenden Ecke und messen Sie die Wände der Reihe nach. Notieren Sie die Maße unmittelbar in einer Skizze, statt mehrere Zahlen im Kopf zu behalten. Kennzeichnen Sie Türen und Fenster mit ihrer Position zur jeweiligen Ecke. So bleiben einzelne Maße nachvollziehbar, wenn Sie später eine Stelle erneut prüfen oder den Plan an eine andere Person weitergeben.

Messen Sie Nischen auf mehreren Höhen und an mehr als einer Stelle. Fußleisten, Rohre und unregelmäßige Wände können den tatsächlich verfügbaren Raum verringern. Schreiben Sie zu einem Maß, auf welcher Höhe es aufgenommen wurde. Eine Bodenbreite ist nicht zwingend die Breite, die eine Tischplatte oder ein Schrank weiter oben nutzen kann.

Bewegungen als eigene Flächen einzeichnen

Zeichnen Sie Türflügel und Schranktüren in geöffneter Position. Bei Fenstern gehören ebenfalls die Bereiche dazu, in die sie beim Öffnen reichen. Markieren Sie die Arbeitsposition und die zurückgeschobene Position des Bürostuhls. Diese Flächen dürfen nicht stillschweigend als dauerhafter Stauraum gerechnet werden. Eine freie Stelle im geschlossenen Zustand kann während der Nutzung vollständig benötigt werden.

Wenn ein Tisch verstellbar ist oder ein Bett im Raum ausgezogen wird, braucht auch diese Bewegung eine eigene Skizze. Es kann hilfreich sein, zwei Pläne anzulegen: einen für den gewöhnlichen Arbeitszustand und einen für die weiteste Ausdehnung der beweglichen Möbel. So werden Überschneidungen sichtbar, ohne dass ein einzelner Plan unleserlich wird.

Anschlüsse nicht nur zählen

Tragen Sie die Position von Steckdosen und gegebenenfalls Datenanschlüssen ein. Messen Sie ihren Abstand zum Boden und zu einer Bezugsecke. Notieren Sie, ob ein Möbel die Bedienung oder das Einstecken eines Netzteils behindern würde. Ein Anschluss hinter einem geschlossenen Schrank ist zwar vorhanden, aber möglicherweise nicht mehr sinnvoll nutzbar.

Berücksichtigen Sie die Form der Steckverbinder. Ein gerader Stecker benötigt anderen Platz als ein abgewinkelter, und ein großes Netzteil kann benachbarte Anschlüsse verdecken. Prüfen Sie die geplante Verbindung mit den tatsächlich verwendeten Geräten. Für Änderungen an festen elektrischen Einrichtungen sollten Sie die zuständigen Fachleute einbeziehen, statt einen ungünstigen Plan mit immer mehr provisorischen Leitungen auszugleichen.

Den Plan mit einer räumlichen Probe verbinden

Markieren Sie die größten geplanten Möbel mit ablösbarem Klebeband oder Karton auf dem Boden. Stellen Sie den Stuhl dazu und gehen Sie die häufigen Wege ab. Legen Sie bei Bedarf eine leichte provisorische Fläche in der vorgesehenen Höhe an, sofern sie sicher unterstützt wird. Der Zweck ist, Reichweite und Platzbedarf zu erkennen, nicht auf einer ungeeigneten Konstruktion zu arbeiten.

Halten Sie zum Schluss die kritischen Maße in einer kurzen Einkaufsliste fest: nutzbare Breite und Tiefe, freie Höhe, Türdurchgang und gegebenenfalls Treppenengstellen. Bewahren Sie den ausführlichen Plan für Rückfragen auf. Vergleichen Sie Möbel mit vollständigen Außenmaßen einschließlich Griffen und Füßen. Wenn nur ungefähre Maße vorliegen, ist vor einer knappen Bestellung eine genaue Auskunft sinnvoller als eine optimistische Annahme.