Gleichzeitig statt nacheinander planen
Zeichnen Sie beide Tische mit den Stühlen in Arbeitsposition ein. Prüfen Sie anschließend eine Situation, in der eine Person aufsteht, während die andere weiterarbeitet. In einem Grundriss mit vollständig untergeschobenen Stühlen wirken viele Anordnungen großzügiger, als sie tatsächlich sind. Tür, Fenster und gemeinsame Schränke müssen auch während der Nutzung erreichbar bleiben.
Stellen Sie die Tische zunächst mit Kartonflächen oder vorhandenen Möbeln nach. Probieren Sie eine Anordnung nebeneinander, gegenüber und an verschiedenen Wänden aus. Jede Variante verändert Blickrichtung, Durchgang und die Nähe zu Steckdosen. Entscheiden Sie nicht nur nach Symmetrie. Ein etwas versetzter Aufbau kann den Zugang zum Schrank verbessern oder verhindern, dass die Stühle beim Zurückrollen zusammentreffen.
Gespräche und Bildschirme berücksichtigen
Besprechen Sie, wie häufig beide Personen gleichzeitig telefonieren. Zwei unmittelbar gegenüberliegende Kameras können die andere Person im Bild erfassen. Prüfen Sie in der Kameravorschau, was bei normaler Bewegung im Hintergrund sichtbar wird. Eine andere Blickrichtung kann wirksamer sein als später hinzugefügte Dekoration. Vertrauliche Unterlagen gehören unabhängig vom Kamerabild nicht auf eine gemeinsam einsehbare Ablage.
Ein Headset löst nicht jede Geräuschfrage. Die sprechende Person bleibt im Raum hörbar. Für längere parallele Gespräche kann ein vereinbarter Ausweichraum notwendig sein. Legen Sie fest, welche Besprechungen einen ruhigen Platz benötigen und wie diese Nutzung angekündigt wird. Wenn beide dauerhaft sprechen müssen, sollten Sie die Raumaufteilung anhand dieser Hauptaufgabe beurteilen, nicht anhand einer stillen Schreibsituation.
Die gemeinsame Mitte nicht unbestimmt lassen
Bei gegenüberstehenden Tischen entsteht häufig eine mittlere Zone, die keiner Person eindeutig gehört. Entscheiden Sie, ob dort gemeinsame Materialien liegen oder ob sie frei bleiben soll. Ohne Zuordnung sammeln sich leicht Ladegeräte, Unterlagen und Gegenstände, die gerade niemand verstauen möchte. Eine kleine gemeinsame Ablage kann sinnvoll sein, sofern ihr Inhalt und die Zuständigkeit klar sind.
Prüfen Sie außerdem, ob beide Personen dieselbe Art von Licht benötigen. Wer häufig Papier bearbeitet, möchte vielleicht eine bewegliche Leuchte, während die andere Person vor allem Bildschirmreflexionen vermeiden will. Testen Sie die Beleuchtung gemeinsam bei normaler Nutzung. Richten Sie eine persönliche Lampe so aus, dass sie nicht direkt in das Blickfeld oder die Kamera des anderen Arbeitsplatzes strahlt. Diese Abstimmung braucht keine identischen Leuchten, sondern eine gemeinsame Probe.
Gemeinsame Geräte neutral platzieren
Ein gemeinsam genutzter Drucker sollte erreichbar sein, ohne regelmäßig hinter dem Stuhl der anderen Person vorbeizugehen. Dasselbe gilt für Papier, Büromaterial und häufig benötigte Ordner. Zeichnen Sie die Wege zu diesen Dingen ein. Wenn sie ständig durch den Arbeitsbereich eines Nutzers führen, ist eine andere Ablageposition oft sinnvoller als ein kleinerer Schreibtisch.
Die Strom- und Datenleitungen beider Plätze brauchen nachvollziehbare Wege. Kennzeichnen Sie, welches Netzteil zu welchem Gerät gehört, und vermeiden Sie einen Kabelstrang quer durch den gemeinsamen Durchgang. Bei verstellbaren Tischen ist jede Bewegung separat zu prüfen. Leitungen zwischen den Plätzen dürfen nicht gespannt werden, sobald eine Person ihre Einstellung verändert.
Eine Woche Beobachtungen sammeln
Lassen Sie die Einrichtung vor zusätzlichen Möbelkäufen eine normale Woche funktionieren. Notieren Sie konkrete Konflikte: ein blockiertes Fenster, eine ständig unterbrochene Person oder fehlender Platz für geöffnete Unterlagen. Ändern Sie jeweils die betreffende Anordnung. Zwei identische Arbeitsplätze sind nicht zwingend erforderlich; unterschiedliche Aufgaben können unterschiedliche Tischflächen und Ablagen rechtfertigen.



