Den freien Bereich zuerst abgrenzen

Setzen Sie sich an den Tisch und bewegen Sie die Beine in den Positionen, die Sie im Verlauf einer Arbeitssitzung tatsächlich nutzen. Rollen Sie mit dem Stuhl etwas zurück und drehen Sie sich zu einer seitlichen Ablage. Markieren Sie den Bereich, der dafür frei bleiben muss. Erst die übrige Fläche kommt für Stauraum infrage. Die gesamte Breite zwischen den Tischbeinen ist keine automatisch verfügbare Lagerfläche.

Prüfen Sie auch den Unterbau. Querstreben, Kabelwannen und Schubladen können die lichte Höhe verringern. Ein Behälter, der mit geschlossener Schublade passt, kann beim Öffnen den Sitzbereich blockieren. Zeichnen Sie deshalb die Bewegung einer Klappe oder Schublade mit ein. Häufig genutzte Dinge sollten sich erreichen lassen, ohne den Stuhl jedes Mal vollständig zur Seite zu stellen.

Nach Zugriff und Form sortieren

Trennen Sie Arbeitsmaterial von Vorräten. Ein aktueller Projektordner benötigt einen anderen Zugriff als ein ungeöffnetes Paket Papier. Stellen Sie die Gegenstände versuchsweise in den vorgesehenen Behälter, statt nur dessen Außenmaße zu vergleichen. Hängemappen, breite Ordner und flache Zeichnungen verlangen unterschiedliche Innenräume. Ein schmaler Container kann optisch passen und trotzdem Ihre Unterlagen nicht aufnehmen.

Vermeiden Sie lose Stapel auf dem Boden. Sie lassen sich schwer gemeinsam bewegen und ragen mit der Zeit in den Fußraum. Eine geschlossene, passende Box kann für selten benötigte Materialien übersichtlicher sein. Kennzeichnen Sie die zugängliche Seite so, dass der Inhalt ohne vollständiges Herausziehen erkennbar bleibt. Lagern Sie keine Materialien dort, wo sie Lüftungsöffnungen eines Computers blockieren.

Reinigung und Kabelzugang mitdenken

Ein Stauraum direkt unter dem Tisch darf den Zugang zu Steckverbindungen und Kabeln nicht vollständig versperren. Prüfen Sie, ob ein Behälter herausgenommen werden kann, ohne zuerst mehrere Geräte abzubauen. Bei rollbaren Lösungen sollten Griffe und Rollen auch im beladenen Zustand erreichbar sein. Beachten Sie die Herstellerangaben zur sicheren Nutzung und Belastung des Möbels.

Lassen Sie nach dem Einräumen den Arbeitsplatz einige Tage unverändert und beobachten Sie, was stört. Wenn Sie eine Box ständig mit dem Fuß verschieben, steht sie im Bewegungsraum. Wenn Sie den Inhalt nie benötigen, kann er möglicherweise außerhalb des Arbeitsplatzes lagern. Untertischstauraum ist dann gelungen, wenn er Arbeitsmaterial zugänglich hält und der freie Bereich für Körper und Stuhl tatsächlich frei bleibt.